Bach liegt ihr am Herzen, auch wenn sie Brahms, Messiaen und Halffter eingespielt hat, und Soler und Haydn. Und doch: die letzten 5 CDs der ehemaligen Professorin an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf sind alle Bach gewidmet: Transkriptionen von Arien, Orchesterstücken, Violinsonate und Orgelkompositionen.

Die Transkriptionen führen Bach in eine Gegenwart und das Hörpublikum in die Biographien ihrer Arrangeure und Arrangeurinnen.

Service

CD BachTranscriptions Opus Magnum 1
Angelika Nebel, hänssler Classic.

Playlist

Urheber/Urheberin: Johann Sebastian Bach / Angelika Nebel
Titel: Willst du dein Herz mir schenken
Ausführender/Ausführende: Angelika Nebel
Länge: 03:06 min
Label: hänssler 16101

Urheber/Urheberin: Johann Sebastian Bach /Wagner Stefani d´ Aragona Malheiro Prado
Titel: Deposuit potentes
Ausführender/Ausführende: Angelika Nebel
Länge: 02:23 min
Label: hännsler

Urheber/Urheberin: Johann Sebastian Bach / Harriet Cohen
Titel: Liebster Jesu wir sind hier
Ausführender/Ausführende: Angelika Nebel
Länge: 03:18 min
Label: hänssler 16101

Urheber/Urheberin: Johann Sebastian Bach / Harold Bauer
Titel: Arie aus der Kantate: Schwingt freudig euch empor
Ausführender/Ausführende: Angelika Nebel
Länge: 06:20 min
Label: hänssler 16101

Sendereihe:

Des Cis

Quelle:

https://oe1.orf.at/programm/20180907/526344

PIANONEWS 4/2018 Rezension OPUS MAGNUM II

26.07.2018, Carsten Dürer

Aus PIANONews 4-2018 http://www.pianonews.de/

Es ist bereits die zweite CD, auf der sich die Pianistin Angelika Nebel Transkriptionen von Bach-Werken durch spätere Komponisten und Pianisten widmet. Dass sie das ganze „Opus Magnum“ nennt, versteht nur, wer die Programmanordnung erkennt. Denn Nebel folgt der Bach’schen Idee des „Wohltemperieren Klaviers“ und ordnet die Transkriptionen in einer dramatisch interessanten Anordnung an. Ob das wirklich erkennbar ist, bleibt fraglich. Dennoch besticht die Spielweise der Pianistin besonders durch die klangliche Ausdeutung, die anscheinend immer auch am Original orientiert ist, so in Rachmaninows Deutung des Präludiums aus der Violinpartita BWV 1006, bei der man fast schon das Streicheroriginal zu vernehmen glaubt. Oder auch der orgelähnliche Klang bei Silotis Sicht auf das Orgel-Präludium BWV 55. Trotz des insgesamt halligen Klangs dieser Einspielung bleibt es eine wunderbare Entdeckungsreise.

Bach – Transkriptionen

Piano News, 01.11.2017, Anja Renczikowski

Johann Sebastian Bach – der Großmeister hat viele Komponistengenerationen inspiriert. Die, die durch ihn zu Bearbeitungen und Transkriptionen angeregt wurden, hat die Pianistin Angelika Nebel nun in einem vielfältigen Bach-Programm mit Raritäten und einigen Erstveröffentlichungen eingespielt. Es ist bereits die vierte CD mit diesem Repertoire der Pianistin und es scheint ein schier unerschöpflicher Schatz, den es zu entdecken gilt. So viel darf verraten werden: Die Aufnahme ist mit ihren 12 Transkriptionen die erste von zwei CDs. Beide CDs zusammen berücksichtigen 24 Dur- und Molltonarten, wenn auch in anderer Folge als Bachs „Wohltemperiertes Klavier“, die somit zusammen eine Art „Opus Magnum“ bilden werden.

Der Reigen ist interessant. Da ist zum Beispiel der aus der russischen Klavierschule stammende Samuil Feinberg (1890-1962) mit einer Choralbearbeitung „Wer nun den lieben Gott lässt walten“ BWV 647 oder die Bearbeitung des Choralvorspiels „Liebster Jesu, wir sind hier“ BWV 731 von Harriet Cohen. Sie war eine der bedeutendsten englischen Pianistinnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dazu gibt s ein Präludium und Fuge f-Moll BWV 534 von Eugen d’Albert und zwei aus der Feder von Angelika Nebel, sowie eine Transkription ihres Schülers, des Brasilianers Wagner Stefani d’Aragona Malheiro Prado. Angelika Nebel ist zurückhaltend – sie lässt die Musik für sich sprechen, ihr Spiel ist voller Brillanz, agogisch und dynamisch ausdifferenziert. Ihre Begeisterung für diese Musik ist spürbar – klar und unaufdringlich, und doch voller Reichtum und Glanz.

HR2 Kultur sendete Angelika Nebel – Bach: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ Choralvorspiel für Orgel BWV 645, bearbeitet für Klavier

Veranstaltung zum 80. Gedenkjahr an die Hilfsaktionen zur Rettung jüdischer Kinder 1938 bis 1940

Lesung & Musik mit der Pianistin Angelika Nebel
Dienstag, den 20. Februar 2018, 19.30 Uhr Haus am Dom, Großer Saal Domplatz 3, 60311 Frankfurt

An die Rettung jüdischer Kinder, die mit den „Kindertransporten“ dem Holocaust entkamen, erinnert eine Lesung aus den Biografien jüdischer Kinder aus Frankfurt. Anschließend findet ein Zeitzeugengespräch mit Renata Harris statt.

Renata Harris, geb. Adler, ein ehemaliges „Kindertransport-Kind“, besucht im Februar 2018 ihre Heimatstadt Frankfurt. Sie erinnert mit diesem Besuch an die rettenden „Kindertransporte“ sowie an das Engagement der unterstützenden Personen und Rettungsorganisationen, die vor 80 Jahren ca. 20.000 deutschen und österreichischen Kindern das Überleben ermöglichten. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt, dem Haus am Dom und dem Verein gegen Vergessen – für Demokratie statt.

Programm der musikalischen Umrahmung

Walter Braunfels Präludium A-Dur BWV 538

Siegfried Würzburger Passacaglia über das Thema „KOL NIDRE“

Fanny Hensel Notturno g-Moll